Zuerst stellt Herr Walter sich der Gruppe vor. Er ist Kontaktbeamter, Bereich Prävention, zuständig für Hameln-Bad Pyrmont und Holzminden.
Zunächst wird der Personalausweis angesprochen. Jeder muss ihn besitzen, er muss aber nicht zwangsläufig bei sich geführt werden. Herr Walter zeigte uns seinen Dienstausweis. Da man selten die Gelegenheit hat einen Ausweis von einem Polizisten zu sehen, war das sehr interressant für uns. Man muss sich auch nicht davor scheuen sich diesen vom Polizisten zeigen zu lassen, wenn die Situation gerade nicht vertrauenserweckend scheint. Danach werden Haustürgeschäfte angesprochen. Hierbei geht es z.B. um die Handwerker vom Wasserwerk. Diese klingeln an der Haustür mit der Aussage, sie seien vom Wasserwerk der Stadt und müssen etwas austauschen oder überprüfen. Ist der Hauseigentümer skeptisch ,wird auf ein Handwerkerauto verwiesen, das gerade zufällig in der Strasse parkt. So soll der Eigentümer in Sicherheit gewogen werden und doch bitte den falschen Handwerker herein lassen….
Sollte das Bauchgefühl doch etwas anderes sagen, die Haustür schliessen und direkt beim Wasserwerk nachfragen, ob das seine Richtigkeit hat und der Handwerker wirklich vom Wasserwerk kommt..Meistens kündigen sich die echten Mitarbeiter auch vorher an.
Was kann mir Sicherheit geben? Hier helfen Haken oder Kette als Verriegelung an der Haustür.
Dies
e Art der Betrüger hat nur einen Hintergrund, nämlich ins Haus oder in die Wohnung zu gelangen. Diese Masche kennt man auch bei falschen Dachdeckern, Pflasterarbeiten, Antiquitätenhändlern oder Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger. Alle haben das gleiche Ziel.
Haustürgeschäfte sind grundsätzlich legitim, also rechtmäßig. Da sie gewinnversprechend sind, sind auch immer Betrüger mit dieser Masche unterwegs. Bei Haustürgeschäften sieht der Gesetzgeber 14 Tage Rücktrittsrecht vor.
Auch Todesanzeigen in der Tageszeitung können Betrügern in die Karten spielen. Hier kann sich der Betrüger relativ sicher sein nicht bemerkt zu werden, da die Nachbarn warscheinlich auch auf der Beisetzung sind.
Trickbetrüger kommen auch oftmals nicht allein. Meistens sind sie zu zweit. Einer lenkt den Hausbewohner im Gespräch ab und der andere verschft sich schnell Zutritt in die Wohnung.
Auch ein Ratschlag von Herrn Walter war es, sich nicht mit Namen am Telefon zu melden.
Hier werden stets vertrauenserweckende Massnahmen von den angeblichen Betrügern angewandt.
Auch eine Masche ist es wenn Betrüger klingeln und eine Dame ist augenscheinlich schwanger und behauptet ihr genge es gerade gar nicht gut. Auch hier ist angeraten eventuell ein Glas Wasser anzubieten oder den Rettungswagen anzurufen, aber die haustür danach sofort zu scgliessen.
Änlich ist es, wenn man an der haustür gebeten wird Blumen oder ein Paket für den Nachbarn anzunehmen oder es geht um den bekannten Enkeltrick.
Hintergrund ist stets , dass eine Notlage für eine Person von den Betrüger erzeugt wird.
Auch der vermeintliche Umtausch von Geld oder das Aufbewahren von Geld gegen die betrüger ist so eine Situation. Mir wird von einem falschen Polizisten gesagt, dass bei mir eingebrochen werden soll und ich mein geld oder meinen Schmuck doch lieber in die Hände der angeblichen Polizisten geben soll.
So brachte uns Herr Walter die Maschen der Betrüger nahe und hatte aber auch Lösungen für uns, wie man bei solchen Situationen angeme
ssen reagieren kann. Ein gelungener Vortrag der mit viel Interesse verfolgt wurde.
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